Vieruhrmorgensreflektion

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Und die Wahrheit holt dich ein,

trübt die Zeit doch jeden Schein.

Damals fühltest du dich klein.

Dann begannst du, es zu sein.

Dich mit dem Feuer zu verbünden,

um dessen Wärme zu verkünden.

Aus ewig‘ Frost entstanden Sünden,
die deine Seele neu entzünden.

War das Letzte, was verblieb –

deine Seele. Dieser Trieb.

Ein befreiender letzter Hieb,

nach dem dir keiner mehr vergibt.

Deine Hände lahm und bleich,

als der Nachhall dich erreicht.

Eher rapide hart auf weich,

endet sonst nur stetig gleich.

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​Der Krieg gegen die Drogen war schon immer verloren, denn

wer nur die Symptome bekämpft, heilt die Krankheit nicht.

Es ist nicht das Kokain,

es ist die Perspektivlosigkeit, in der wir schon aufwuchsen.

Und statt Amphetaminen

brennt eigentlich nur die Sehnsucht in uns.

Es fließt Heroin durch unsere Venen,

denn es lässt uns vergessen, wie man uns vergessen hat.

Es ist eine Gratwanderung zwischen Euphorie und Suizid.

Es war nie unser Wille.

Es war unsere letzte Wahl.

Kind der Nacht

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Hier unterm grellen Mondenschein
ist alles still, so trügerisch rein.
Einsam ist die Dunkelheit,
kein Schatten fällt zur höchsten Zeit.
Zum blendenden Lichte will es schweben.
Zu leben, muss es sein Leben geben.
Nachts
schmelzen Tränen im Wasserfall,
seine Schreie sollen im Wind verhallen.
Wenn alle Seelen sorglos schlafen,
läuft ungebändigt durch die Straßen.
Rastlos entkommt es all den Farben.
Es fürchtet, was sie ihm einst gaben.
Die Flucht dahin, wo es keiner sieht,
lässt es ertragen, was dort geschieht.
Namenlos reist das Kind der Nacht,
hat nie geweint, hat nie gelacht.
Zu spüren als ein flüchtiger Dunst,
es bettelt um des Mondes Gunst.

Lost

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You have lost me
Lost me for these hollow bodies
Lies, a life in defense
to apologise for the cruelty
inflicted by another
served to you
the opportunity to destroy a life
to participate
just for pure pleasure
consume the act
you do not have to see
the aftermath
still
it is coming for you
and it has always been here
for me
immediately
my headaches are your aspirin
my cancer is your chemo
infidelity
such a weak sound
to describe the act
of eating someones heart
still beating
not to leave them
not to stay
just to consume
and suck their spirits dry
until their bodies are hollow
and your beast nourished
left behind with
a piece of your psychopathy
stuffing each shattered heart
where you have torn out
trust and love
faces petrified
killing your sickness
and know that you have lost me
but you will be the one
lost.

Der letzte Akt

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In deinen Augen spiegelt sich Gleichgültigkeit,
Krokodilstränen voller Gefühle, gelogen, alles gelogen.
Sieh, wie hässlich ich geworden bin,
roh und verdorben, verbrenn in dieser Wahrheit.
Was hinter deinem Rücken ist,
ein Giftgas, das nicht zu erhaschen,
nie, wirklich nie kann ichs sehen,
doch weiß ich immer es ist da.
Hinter deinem Lächeln, deinen verbogenen Worten,
eiskalt, wie du bist, ein Dämon, Parasit.
In meinen Träumen tötest mich jede Nacht
und ich bin schweißgebadet, erstarrt.
Doch wünschst du meine Liebe,
immer nur Liebe, Gnade, Mitgefühl,
verbrenn in meinem Hass,
den du mir gegeben,
immernoch gibst.
Verbrenne in den Flammen,
in die du mich gestoßen,
ich lasse dich nicht entkommen,
spür meinen Schmerz.
Und verbrenne darin.

Im steinernen Kokon

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Jede Berührung eine Lüge
Wider der Vernunft
Mein Körper ein Phantom
Gefangen in einem Sumpf
Ein erstickend enger Käfig
Brennend und doch kalt
Wie eine drückende Schutzhülle
Von der die Wirklichkeit abprallt
Wie Regen auf einem Schirm
Dessen Schatten mich erwürgt
Wie Feuer gegen ein Schild
Hinter dem die Hitze mich erdrückt
Lohnt es sich zu kämpfen
Bis der Sturm hat nachgelassen?
Vielleicht hilft es nur
Sich in die Winde fallen zu lassen
Bis der Atem wieder warm
Und das Eis in mir geschmolzen
Und erwacht in mir die Sehnsucht
So werd‘ ich mit ihr tanzen.

Chamäleonliebe

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Nimmst Formen an, die meiner gleichen,
Nehme Formen an, die deiner gleichen.
Fühlst, wie Verbundenheit wächst
bis zur äußersten Grenze
und noch viel weiter.
Verschmelzung.
Depression im Einklang.
Ich will deine Hand auf meiner Schulter spüren,
sanft auf der Oberfläche,
nicht gierig hindurch greifend.
Ich will fühlen, wie du abstreifst,
wie du mich gehen lässt.
Wer du bist,
wer ich bin
und der Raum
dazwischen.
Bitte.